Cybercrime: Wie stärkt man die eigene digitale Rüstung?

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Was wichtig wird - Presse Play
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**Anzeige** Laut dem Cybercrime Report des Bundeskriminalamts wurden 2022 mehr als 60.000 Fälle von Internetkriminalität in Österreich zur Anzeige gebracht. Das sind um 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor und rund drei Mal so viel wie im Jahr 2018. Dunkelziffer, Aufklärungsquote, Existenzbedrohung Experten gehen zudem im Bereich der Internetkriminalität von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Betroffene die Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle scheuen, teils aus Scham, Angst vor Reputationsverlust oder weil angenommen wird, dass der Fall ohnehin nicht erfolgreich verfolgt werden könnte. Tatsächlich lag die Aufklärungsquote bei Cyberstraftaten in Österreich im Vorjahr nur bei 34 Prozent. Zu drastischen Ergebnissen kommt auch die KPMG-Studie „Cybersecurity in Österreich 2023“. Demnach haben alle 903 von KPMG befragten Unternehmen im vergangenen Jahr zumindest eine Cyberattacke erlebt. 63 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass die Cyberangriffe in den nächsten zwölf Monaten zunehmen werden, 55 Prozent der Befragten sagen, dass Cyberangriffe ihre geschäftliche Existenz bedrohen. Crime as a Service Die Ergebnisse der Studien spiegeln eine weltweite Entwicklung wider, in der zunehmend professionell agierende, teils staatlich unterstützte Tätergruppierungen den Ton angeben. Die Täterschaft benötigt dabei nicht zwingend tiefgehendes Fachwissen. Hackingtools, Schadsoftware, spezielle Dienstleistungen zur Geldwäsche oder die Nutzung von Bot-Netzwerken werden mittlerweile als „Crime as a Service“ angeboten. Durch die im Darknet angebotenen Dienste steigen laut Bundeskriminalamt vor allem Massenerpressungsmails und gezielte Erpressungen durch Ransomware mit Bitcoin-Forderungen an. Als besorgniserregend wird seitens der Cybersecurity-Experten vor allem das zunehmende Interesse der Angreifer an der kritischen Infrastruktur angesehen, sprich an Anlagen und Systemen, die von wesentlicher Bedeutung für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen sind. Elementare Fragen und Antworten Welchen Einfluss haben neue Technologien, wie die Anwendungen der künstlichen Intelligenz, auf die Entwicklung der Cyberkriminalität? Wie kann man Angriffen vorbeugen beziehungsweise kompromittierte Systeme wieder so rasch wie möglich lauffähig machen? Und warum gilt es auch im Zeitalter der Digitalisierung, bei Schutzmaßnahmen das Augenmerk vor allem auf den Faktor Mensch zu legen? Im „Presse“-Podcast beantwortet Stefan Haas, CEO des TÜV Austria, elementare Fragen zum Themenkreis Cybercrime. Im Fokus stehen die Aspekte Prävention, Detektion und Reaktion. „Nachgefragt: Viertel vor Haas“ ist eine vierteljährliche Podcast-Reihe mit Christian Lenoble („Die Presse“) im Gespräch mit TÜV-AUSTRIA-CEO Stefan Haas. Die nächste „Viertel vor Haas“- Folge hören Sie am 27.11. | Folge 1 | Folge 2 | Folge 3 tuvaustria.com/viertelvorhaas

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